Pisco

Muskatella Traube an der Rebe
Muskatella Traube an der Rebe

Aus Südamerika gibt es neben Cachaça und Rum noch eine weitere, inter­national geschätzte Spirituose, den Pisco. Ursprüng­lich stammt er aus Peru, aber auch in Chile ist er das National­getränk. Sind es in Peru meist kleine Brenne­reien, die Pisco in unter­schied­lichen Qualitäten produzieren, werden in Chile in großen Betrieben die beiden führenden Marken »Control« und »Capel« hergestellt.

  Wo kommt Pisco her?

Sowohl Peru als auch Chile erheben Anspruch auf die exklusiven Rechte am Pisco. Es scheint gesichert, dass er ursprüng­lich aus Peru stammt, aber in Chile hat man schon sehr früh die Vermarktung voran­getrieben, so dass die größten Marken dort beheimatet sind.

  Wie wird Pisco hergestellt?

Pisco ist ein reiner Weinbrand und wird aus frisch Trauben­most gebrannt. Der hohe Anteil an Trauben (sechs bis sieben Kilogramm für einen Liter) führt zu einem hohen Zucker­gehalt. Das ist wiederum der Grund für den hohen Alkohol­gehalt schon nach der ersten .

In Peru und in Chile wird der Pisco auf unterschied­liche Arten hergestellt.

Pisco-Herstellung in Peru

Hier wird eine eher traditionelle Herstellung vorge­schrieben, etwa dass die Pressung der Trauben manuell erfolgen muss oder dem weder Hefe noch Schwefel zuge­setzt werden darf. Auch darf der Pisco nicht mit Wasser auf Trink­stärke herab­gesetzt werden. Hier ist das Geschick des Brenn­meisters gefragt, um den richtigen Alkohol­gehalt im End­produkt zu erreichen. Pisco aus Peru ist wasser­klar, da er nicht in Holz­fässern gelagert und nach 6 Monaten Lagerung in Tanks abgefüllt wird. In Peru wird der Pisco mit Früchten, Kaffee­bohnen oder Gewürzen und erhält so seine geschmack­liche Note.

Pisco-Herstellung in Chile

In Chile ist die Zugabe von Zuchthefe und Schwefel beim Herstellungs­prozess erlaubt. Auch dürfen die ausschließ­lich aroma­tischen Trauben (z.B. »Muskateller«, »Pedro Ximénez«) industriell gepresst und der Pisco durch Zugabe von Wasser auf Trink­stärke herab­gesetzt werden. Er wird dann 3 bis 12 Monate in Holz­fässern gelagert und erhält dadurch eine gold­brauen Farbe.

  Wie servierst du Pisco?

Pisco kann man pur bei ca. 12-14 °C oder »on the rocks« trinken. Aber meistens wird Pisco als Mix­getränk serviert. Der bekannteste Vertreter ist der »Pisco Sour«. Pisco als Long­drink mit Cola nennt man »Piscola«.