Armagnac

Armagnac im Glas
Armagnac

So nennt sich nicht nur eine Region im Süd­westen Frankreichs, sondern auch eine Spirituose, die mit dem Cognac einige Gemein­sam­keiten hat: Armagnac ist ebenfalls ein Wein­brand, wird aller­dings schon deutlich länger als der Cognac in Frankreich herge­stellt und unterscheidet sich von diesem beispiels­weise dadurch, dass er nur einmal gebrannt wird.

  Wo kommt Armagnac her?

Der Armagnac wird schon seit Mitte des 15. Jahr­hunderts hergestellt. Die Franzosen nehmen es ganz genau und so ist seit über 100 Jahren fest­gelegt, das nur Brandy/Weinbrand, der in der Gascogne hergestellt wird, die geschützte Herkunfts­bezeichnung »Armagnac« tragen darf. Das Gebiet ist noch einmal in drei Bezirke unterteilt, die aber nichts über die Qualität eines Armagnacs aussagen.

  Wie wird Armagnac hergestellt?

Armagnac wird aus Wein nach dem soge­nannten kontinuier­lichen Brenn­ver­fahren – der »Méthode Armagnac« – (Im Unterschied dazu wird Cognac zweimal destilliert.). Das heißt, es wird ständig Wein beim Brenn­prozess dazu­gegeben und dann nur einmal gebrannt. Bevor der Armagnac abgefüllt werden darf, muss er aber noch in Eichen­fässern reifen – und zwar mindestens zwei Jahre. Er kann aber auch fünf Jahre oder noch länger reifen – je länger die Lagerung, desto höher die Qualität.
Es gibt Abfüllungen, die aus nur einem Jahr­gang bestehen, oder unter­schied­licher Jahr­gänge und Destillate sind. Mindest­alkohol­gehalt 40 % vol.

  Armagnac Qualitätsstufen

Den Armagnac gibt es in folgenden Qualitäts­stufen, wobei das Alter die jüngste Kompo­nente im angibt:

  • V.S. (Very Special) oder *** (drei Sterne) mindestens 1 Jahr gereift
  • V.S.O.P. (Very Superior Old Pale) mindestens 4 Jahre gereift
  • X.O. (Extra Old) oder Hors d’Age (extra alt) bezeichnet einen mindestens 10 Jahre gereiften Armagnac
  • Millésme es wurden nur Weine eines einzigen Jahrgangs verwendet

  Wie servierst du Armagnac?

Einen Armagnac trinkst du wie einen Cognac am besten pur aus einem Cognac­schwenker oder Nosing­glas bei einer Tempe­ratur von ca. 20 °C. Hier entfalten sich die reich­haltigen Aromen am besten. Du kannst aber auch ein Tulpen-, Whisky- oder Weinglas nehmen.
Natürlich macht der Armagnac auch in Cocktails eine gute Figur, in deren Zutaten­liste Brandy angegeben ist.